27.01.2018 - Homepage SV Dörbach

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27.01.2018

News

Quelle: FuPa.net

„Es geht eigentlich nur noch zusammen“

FSV Salmrohr und SV Dörbach planen die Fusion – Mitglieder sollen bereits in einigen Wochen darüber abstimmen – Offene Fragen noch beim Thema Jugendarbeit.

Annäherungsversuche gab es in den vergangenen Jahren gerade von Salmrohrer Seite immer wieder, zuletzt während des Insolvenzverfahrens vor rund vier Jahren. Inzwischen sehen sie auch beim Salmtaler Ortsgemeinde-Nachbarclub SV Eintracht 66 Dörbach die Notwendigkeit, gemeinsame Sache zu machen und zu fusionieren – und zwar im Sommer bereits. Das entscheidende Wort haben indes die Mitglieder.

Gespräche der Vorstände untereinander und zwischen den beiden Vereinen haben bereits stattgefunden. „Alles verlief bislang auf einer guten Basis“, berichtet Peter Stoffel,  seit 33 Jahren Vorsitzender der Dörbacher. Lange war auch er stolz auf die Eigenständigkeit seines Vereins, dessen erste Mannschaft vor einigen Jahren in der Rheinlandliga mal mit dem „großen“ FSV duellierte. Das 50-jährige Jubiläum wollten sie noch als SV Eintracht 66 erleben. Seinerzeit war man erst nach einem 1:2 im Entscheidungsspiel gegen den SV Leiwen-Köwerich am Aufstieg aus der Bezirksliga gescheitert, war sportlich noch eine Nummer in der Region.  

Inzwischen hat aber (auch) bei Stoffel die Überzeugung obsiegt, dass „es eigentlich nur noch zusammen geht“. Die erste Mannschaft ist mittlerweile in die A-Klasse abgerutscht und hat auch dort den Klassenerhalt noch längst nicht gepackt. „Viele langjährige Helfer, die sich im Verein eingebracht haben, sind leider inzwischen weggestorben. Bei mir, wie auch bei anderen ist die Luft weitestgehend raus“, stellt Stoffel fest.
Salmtal im Namen, weder Salmrohr noch Dörbach

Beim FSV spricht man von „vielversprechenden Sondierungsgesprächen“, wie es der Zweite Vorsitzende Karl-Heinz Kieren ausdrückt. Noch sei man dabei, Informationen zu sammeln, damit es später (auch) keine (wirtschaftlichen) Überraschungen gibt.

Der neue Verein, soll wohl eher Salmtal im Namen tragen (und damit weder den einen noch den anderen Ortsteil) und nicht zuletzt für eine Kräftebündelung im Sponsorenbereich sorgen. Wichtig wäre besonders, dass Proxxon, der aktuelle Hauptgeldgeber der Dörbacher, dabei bliebe. „Ich bin zuversichtlich, dass dies klappt“, lässt Stoffel durchblicken.

Unabhängig davon, ob es noch funktioniert mit dem Salmrohrer Klassenerhalt in der laufenden Saison, solle der neue Verein, „den Anspruch haben, Oberliga zu spielen“, betont Karl-Heinz Kieren.

In Dörbach legen sie Wert darauf, dass man nicht dem FSV beitritt, sondern etwas Neues entsteht – in die Vernunftehe soll es schließlich auf Augenhöhe gehen. Nachteil wäre hier, dass dann für einen bestimmten Zeitraum alle Akteure ablösefrei wechseln könnten…
Was passiert mit Dörbacher JSG-Mitgliedschaft?

Am Rande der Oberliga-Rückrundenbesprechung am Donnerstag in Koblenz ließ Spielleiter Hans Bernd Hemmler gegenüber Kieren derweil durchblicken, dass es kommende Saison wohl keine Probleme geben würde, die Spielberechtigung auf den Fusionsclub zu übertragen.

Kommende Woche soll es weiter gehen mit den Sondierungsgesprächen. Ende Februar ist dann eine Abstimmung mit den Trainern aus beiden Lagern geplant.

Einiges gilt es noch zu klären, wie etwa auch Fragen aus der Nachwuchsabteilung. Hier ist der SV Dörbach Mitglied der gut funktionierenden Jugendspielgemeinschaft Untere Salm,  Salmrohr dagegen will den Nachwuchs gerne wohl weiter nur vor Ort in der Gemeinde ausbilden.

Das letzte und entscheidende Wort haben die jeweils rund 350 Mitglieder, welche mit deutlicher Mehrheit jeweils grünes Licht geben müssten. Im März sollen hier Versammlungen stattfinden. Peter Stoffel ist sich im Klaren darüber, dass „es nach wie vor auch bei uns  Befürworter einer Eigenständigkeit gibt“. Wie und mit wem an der Spitze es in Dörbach in dem Fall aber weitergehen soll, wäre aktuell überhaupt nicht absehbar. Stoffel jedenfalls will weder beim SV Eintracht 66, noch im neuen Verein an vorderster Front agieren. Die Weichen für die Zukunft zu stellen, ist ihm aber (noch) sehr wichtig.  

 
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