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Bezirksliga: Von Abstiegsgespenstern und Aufstiegsträumen
31.12.2011
Winterpause in der Fußball-
21 Spieltage ist die laufende Saison der Bezirksliga West bereits alt, und eines war sie gewiss nicht: Langweilig. In 192 bestrittenen Duellen fielen zusammengezählte 652 Tore. Das macht einen Schnitt von 3,4 Buden pro Partie. Einen besonderen Anteil hatten hierbei die etablierten Torjäger der Vereine, vornweg Lukas Kramp. Allein der Stürmer der SG Schoden vermochte es, das Leder 20 Mal im gegnerischen Gehäuse unterzubringen. Ihm folgen mit 18 Treffern Daniel Alsina Fonts (SV Leiwen-
Mannschaftlich betrachtet, war der SV Konz mit 54 erzielten Treffern die Torfabrik der Hinrunde und das, obwohl keiner der Spieler mehr als zehn Zähler auf seinem Torkonto vorzuweisen hat. Das negative Pendant stellt der Liga-
Der Tabellenkeller
Für die Mannschaften im unteren Drittel der Tabelle kommt die Winterpause gelegen, um für den wichtigen Endspurt der Rückrunde neue Kräfte zu sammeln und verletzte Spieler wieder in den Kader zu integrieren. Zwischen dem Tabellenvorletzten SG Zell-
Ebenfalls letzte Saison abgestiegen aus der Rheinlandliga ist der SV Dörbach. Viele Leistungsträger haben als Konsequenz den Verein verlassen und man versuchte einen Neuanfang in der Bezirksliga West, der bisher mittelprächtig verlief. Nach einem denkbar ungünstigen Start konnte sich die Elf unter ihrem neuen Trainer Rudi Jung spielerisch zwar fangen, ist aber mit Platz 14 weiterhin in akuter Abstiegsgefahr. „Ich bin eigentlich nicht ganz unzufrieden mit unserer Leistung. Wir haben gut gespielt, aber leider vor dem gegnerischen Tor Ladehemmungen. Das hat uns den ein oder anderen Sieg gekostet,“ so Rudi Jung. Deswegen will man in der winterlichen Verschnaufpause nochmal auf dem Transfermarkt aktiv werden, um den ausgedünnten Kader zu verstärken. „Nach dem Abstieg mussten wir zu 90 Prozent auf A-
Gleichsam enttäuschend im Vergleich zum Vorjahr verläuft bisweilen die Saison des FC Bitburg. Neben internen Querelen in der Vorstandsetage, lieferte das Spielerensemble von Reiner Roth über weite Strecken mäßige Leistungen ab. Am neunten Spieltag war man mit Rang fünf noch voll im Soll. Doch auch der FC verlor seinen Spielrhythmus und holte anschließend nur noch sieben Punkte bis zur Winterpause, so dass man mit lediglich 21 Punkten knapp vor einem Abstiegsplatz überwintern muss.
Das gesicherte Mittelfeld
Das gesicherte Mittelfeld oder auch Niemandsland der Bezirksliga reicht von Platz fünf bis zwölf. Hier findet man mit dem SV Föhren das Überraschungsteam der letzten Saison, der SG Schoden eine der positiven Erscheinungen der aktuellen Spielzeit oder den Aufstiegsfavoriten SV Krettnach. Eine Achterbahnfahrt der turbulenten Sorte erlebte die SG Laufeld bisher. Noch dritter am zweiten Spieltag, fand man sich zur Mitte der Hinrunde nach einer Schwächephase plötzlich auf einem Abstiegsplatz wieder. Als man am 16. Spieltag noch Vierzehnter war, begann allerdings die Kehrtwende. Im Gegensatz zur Konkurrenz lies man sich von den anbrechenden Wintertemperaturen nicht abschrecken und gewann beeindruckend die letzten fünf Begegnungen der Vorrunde allesamt, mit einem fünften Tabellenplatz als Resultat des Aufschwungs.
Unerwartet kommt für viele die durchwachsene Leistung des SV Krettnach. Für ein Gros der Trainer und Experten war das Team, das in der letzte Saison den Aufstieg nur hauchdünn verpasste, der Topfavorit auf den Meistertitel. Aber gegenwärtig bleibt die Truppe von Coach Erwin Berg mit Tabellenplatz sechs und 13 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter SG Lüxem/Wittlich weit hinter den hochgesteckten Erwartungen zurück. Auch eine Überraschung, jedoch positiv, ist der Saisonverlauf der SG Schoden. Mit einem sehr jungen Kader trat Teamchef Peter Schuh den Spielbetrieb an und wusste über viele Phasen der Saison hinweg zu überzeugen. Besonders in der Offensive mit Zugpferd Lukas Kramp konnte man bisher seine Zuschauer und Beobachter begeistern. Die Schwachstelle bleibt wie in der letzten Saison jedoch die Defensive. Mit einem Torverhältnis von 42:41 weist man als Siebter zwar eine positive Bilanz auf, hat aber dennoch die fünftmeisten Gegentore der Liga kassiert. Wäre Schlussmann Mark Alexander Körner nicht das ein oder andere Mal über sich hinausgewachsen, wäre diese Statistik deutlich negativer ausgefallen. Das weiß auch Trainer Peter Schuh: „In der Offensive sind wir gut besetzt, aber in der Abwehr müssen wir jetzt in der Vorbereitung einige Schwachstellen ausmerzen. Wir schießen viele Tore, aber fangen auch zu viele. So haben aber immerhin unsere Spiele großen Unterhaltungswert.“ Er hofft, dass weiterhin junge Talente zur SG wechseln, weil sie hier eine Perspektive sehen, Einsatzzeit zu erhalten und sich dadurch spielerisch zu verbessern. So könnte man die schwächelnde Abwehr nachhaltig stabilisieren. Zur anstehenden Rückrunde sagte Peter Schuh weiter: „Wir wollen schnellstmöglich den Klassenerhalt sichern. Es sind nur neun Punkte Vorsprung auf die Abstiegsregionen. Wenn wir das erreicht haben, können wir uns wieder darauf konzentrieren die jungen Nachwuchsspieler zu fördern.“
Auch für die weiteren Teams im Mittelfeld (SV Leiwen-
Die Spitzengruppe
SV Konz kämpft um den Aufstieg
Die besten Karten im Aufstiegsrennen halten momentan die SG Lüxem/Wittlich und Rheinlandliga-
Das diesjährige Überraschungs-
Ebenfalls noch dabei im Rennen um die Krone ist erneut der SV Konz. Anfang der Saison durchlief das Team eine kleine Talsohle mit einem zwischenzeitlichen Tabellenplatz 13 am 7. Spieltag. Doch zur Freude der Konzer Fans und Verantwortlichen bekam die Elf von Patrick Zöllner noch rechtzeitig die Kurve. Sie haben sich mittlerweile auf dem vierten Rang mit 37 Punkten festgebissen und konnte den Abstand auf die Tabellenspitze auf sechs Zähler verringern. Wie der Tabellennachbar aus Mehring hat sich der Konzer Rasen zu einer schwer einnehmbaren Festung entwickelt. Nach einer deftigen 1:5-